Osram Smart+ HomeKit

Mit Osram Smart+ wird der Hersteller hierzulande ab November ein HomeKit Lichtband und eine farbige LED Lampe mit E27 Fassung anbieten.

Im Gegensatz zu Philips Hue wird keine zusätzliche Bridge benötigt. Stattdessen setzt Osram auf eine direkte Bluetooth Verbindung. Für den Fernzugriff wird somit allerdings ein HomeHub, d.h. ein Apple TV, iPad oder HomePod, benötigt.

Beide Produkte können 16 Millionen verschiedene Farben darstellen. Die Farbtemperatur reicht von warmweiß bis tageslichweiß (2.700-6.500 Kelvin). Das Lichtband ist 180cm lang und kann auf bis zu 600cm erweitert werden. Die Osram LED Lampe soll mit 810 Lumen eine herkömmliche 60 Watt Glühbirne ablösen.

Die beiden neuen Geräte können bereits auf Amazon bestellt werden. Die Lieferzeit wird allerdings mit 1-2 Monaten angegeben.

An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal an unsere HomeKit Übersicht erinnern. Darin sind sämtliche HomeKit Produkte aufgelistet, die offiziell in Deutschland erhältlich sind.

1 KOMMENTAR

  1. Endlich nimmt Apple HomeKit Fahrt auf. Ich habe lange gewartet, dass nach Philips endlich auch Osram HomeKit unterstützt. Die beiden ersten Produkte der Smart+ HomeKit-Serie sind jedenfalls vielversprechend. Keine Bridge und kein WLAN, sondern Bluetooth Low Energy.
    Man kann nur hoffen, dass dieser anfänglich limitierte HomeKit-Testlauf erfolgreich ist und die neue Smart+ HomeKit-Serie weiter ausgebaut wird, z. B. mit dem Smart+ Zwischenstecker, Bewegungsmelder oder der Fernbedienung.
    Wenn die Serie erfolgreich läuft, wäre es aber auch wünschenswert, dass Osram seinen Lightify Gateway noch HomeKit-kompatibel macht, damit sich die Smart+ HomeKit-Serie in Zukunft auch mit den bestehenden Produkten der Osram Lightify-Serie kombinieren lässt. Theoretisch könnte man dafür auch die Hue Bridge von Philips verwenden, allerdings können darüber keine Aktualisierungen bzw. Firmware-Updates auf damit verbundene Lightify-Produkte eingespielt werden. Dafür ist der Lightify Gateway leider zwingend notwendig.

    Was ich interessant finde: Osram fährt bei seiner neuen Smart+ Serie zweigleisig. Einmal eine Bluetooth Low Energy-Variante und einmal eine Zigbee-Variante in Kombination mit dem Lightify Gateway. Die mit Apple HomeKit direkt konkurrierenden Lösungen wie das Amazon Alexa Skills Kit (Echo usw.) und bald auch die Google Weave Plattform (Home, Nest, Android Things usw.) werden ausschließlich von der Zigbee-Variante unterstützt, obwohl sowohl das Amazon Alexa Skills Kit als auch die Google Weave Plattform ebenfalls Bluetooth Low Energy unterstützen. Die Vermutung liegt hier sehr nah, dass Apples strenge HomeKit-Zertifizierng die Kombination fremder Smart Home-Lösungen in den Endgeräten nicht direkt zulässt, sondern allenfalls über eine Bridge-Lösung gestattet.
    Leider gibt es derzeit nur sehr wenige Bridge-Lösungen, welche die Brücke zwischen HomeKit und Zigbee oder Z-Wave schlagen. Hierzulande ist das eigentlich nur Philips. Und auch da wird nur eine eingeschränkte Kompatibilität zu Zigbee herstellt (nur zum Zigbee Light Link Profil, nicht zum ZigBee Home Automation-Profil).
    Tado (und ab diesem Herbst auch Belkin) nutzen zwar auch eine Bridge-Lösung für HomeKit, verwenden dann allerdings nicht Zigbee oder Z-Wave, sondern einen eigenen proprietären Standard zur Kommunikation mit den Geräten. Ähnlich verfahren Lutron, LightwaveRF und Insteon, welche ebenfalls auf eigene proprietäre Übertragungsstandards setzen, hierzulande aber erst gar nicht erhältlich sind.
    Interessant ist hierbei, dass Apple bei seinem HomeKit-Standard eigentlich nur Bridge-Lösungen zu Zigbee und Z-Wave vorsieht. Warum nun auch jede eigene proprietäre Lösung eines Drittherstellers akzeptiert wird, ist mir ein Rätsel.
    Man kann sich natürlich auch dem ganzen Bridge-Thema entziehen und entspannt auf HomeKit-only Produkte wie die neue Osram Smart+ HomeKit-Serie setzen, allerdings ist die Zukunftsfähigkeit dann natürlich fraglich. Auch, wenn dahinter Apple steckt. Denn auch Apple hat in der Vergangenheit schon öfter Zöpfe abschneiden müssen. Dann wäre jeder investierte Euro traurig.

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