Der Lautsprecher Triby von Invoxia kam aus dem Nichts und sein Design hatte uns zunächst abgeschreckt. Nun haben wir den Lautsprecher mit HomeKit Integration trotzdem getestet und sind sehr überrascht, wie vielseitig das Gerät ist. Wir sagen euch, warum der Invoxia Triby definitiv eure Aufmerksamkeit verdient hat.

Das Design

In der ersten Generation gab es den Smart Speaker nur mit Alexa Integration, dafür jedoch in vielen verschiedenen Farben. Das neue Modell kann eure HomeKit Geräte bedienen, kommt jedoch nur noch in petrol.

In der Einleitung hatten wir bereits darauf hingewiesen, dass uns das Design anfangs eher abgeschreckt hatte. Als wir das Gerät aus der Verpackung nahmen, fanden wir die Optik jedoch gar nicht mehr so schlimm wie auf den Bildern aus dem Internet.

Der Lautsprecher kommt mit einem stromsparenden E-Ink Display. Jeweils rechts und links befinden sich drei Knöpfe, die frei konfiguriert werden können. Auf der Oberseite befindet sich unter dem Tragegriff die Steuerung der Lautstärke und ein Play/Pause Knopf.

Im Akkubetrieb kann über einen Knopf auf der rechten Seite Alexa aktiviert werden. Hat man den Lautsprecher über ein Micro-USB Kabel am Strom angeschlossen, kann Alexa auch einfach per Zuruf aktiviert werden.

Auf der linken Seite befindet sich ein kleines Fähnchen. Doch dazu später mehr. Praktischerweise verfügt die Rückseite über zwei starke Magneten, über die sich der Lautsprecher beispielsweise am Kühlschrank befestigen lässt. Darüber hinaus hat der Hersteller einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor verbaut.

Invoxia Triby HomeKit Lautsprecher

Einrichtung und Funktionsumfang

Da es sich bei der HomeKit Integration lediglich um eine von vielen Funktionen handelt, kommt ihr um die Nutzung der herstellereigenen App nicht herum. Einmal mit eurem WLAN verbunden, könnt ihr die Knöpfe neben dem Display mit verschiedenen Funktionen belegen. Darunter Internetradio, Anrufe, eine Gegensprechanlage, Spotify, IFTTT und eben HomeKit.

Bei dem Radio könnt ihr eine beliebige Station auswählen. Drückt ihr anschließend auf den Knopf, streamt der Triby eben diese Radiostation aus dem Internet.

Bei den Anrufen könnt ihr einen Triby Benutzer hinterlegen. Jeder der die App installiert hat, und mit dem Smart Speaker verbunden ist, kann als Teilnehmer ausgewählt werden. Sobald ihr auf den Knopf drückt, wird ein Sprachanruf über die Triby App hergestellt. Das iPhone klingelt dabei ganz normal, ähnlich wie bei einem WhatsApp Anruf.

Für Familien mit Kindern dürfte das eine sehr interessante Funktion sein. Können die Kinder schließlich unkompliziert die Eltern anrufen, ohne dabei ein eigenes Smartphone besitzen zu müssen.

Sobald man zwei Lautsprecher im Einsatz hat, können die Smart Speaker auch als Gegensprechanlage genutzt werden. Verteilt man die Lautsprecher beispielsweise auf verschiedenen Etagen, kann man schnell Bescheid geben sobald das Essen fertig ist.

Besitzt man Spotify Premium, kann über die Knöpfe auch der Musik Streaming Dienst bedient werden. Per Knopfdruck kann so beispielsweise eine hinterlegte Playlist gestartet werden. Als Apple Music Nutzer konnten wir diese Funktion jedoch nicht testen. Mit einem kostenlosen Account funktioniert das Ganze nämlich nicht.

Auch bei dem Verknüpfungsdienst IFTTT ist Triby vertreten. Mit dem Dienst lassen sich die unterschiedlichsten Geräte und Dienste miteinander verbinden. So kann man sich beispielsweise an bevorstehende Termine erinnern lassen, den aktuellen Wetterbericht empfangen oder man lässt sich morgens mit entspannter Musik vom Triby wecken. Die Möglichkeiten sind wirklich sehr vielfältig.

HomeKit Integration

Kommen wir nun zur HomeKit Integration. Neben all den genannten Funktionen können über die Knöpfe eben auch HomeKit Szenen aktiviert werden. Jeder Knopf kann drei unterschiedliche Szenen aktivieren. Es wird zwischen einmal, zweimal und lange drücken unterschieden. Bei fünf der sechs Knöpfe können HomeKit Szenen hinterlegt werden. Theoretisch lassen sich somit 15 Szenen steuern.

Invoxia Triby HomeKit Lautsprecher

Unter HomeKit erscheint der Triby als einzelne Kachel. In den Details können jedoch nur diese fünf Tasten konfiguriert werden. Zusätzlich wird die Temperatur und Luftfeuchtigkeit jeweils als einzelne Kachel dargestellt. Bei uns hat die HomeKit Integration hervorragend funktioniert und kurzerhand einen Philips Hue Dimmer Schalter ersetzt.

Triby als Lautsprecher

Kommen wir nun zur eigentlichen Kernfunktion des Invoxia Triby: Dem Lautsprecher. Wenn man die Audioquelle nicht direkt am Gerät auswählt (Internetradio, Spotify…), kann man den Triby entweder als Bluetooth- oder AirPlay Lautsprecher nutzen.

Jeder der AirPlay schon einmal genutzt hat, weiß den Komfort zu schätzen. Man muss sich nicht erst umständlich über Bluetooth verbinden, sondern kann den Lautsprecher ganz bequem über das iPhone unter Audioausgabe auswählen.

Auch wenn man den Lautsprecher von mehreren Geräten aus nutzen möchte, muss man nicht erst umständlich die Bluetooth Verbindung wieder trennen, damit man sich mit einem anderen Gerät verbinden kann. Man wählt auf dem entsprechenden Gerät einfach wieder den Triby unter Audioausgabe aus und schon wird die gewünschte Musik abgespielt.

Dabei hat der Invoxia Triby für seine Größe einen guten Klang. Als Küchen- oder Badezimmerradio eignet sich das Gerät allemal. Neben dem Philips Hue Dimmer Schalter hat der Triby auch unseren Bluetooth Lautsprecher JBL Flip 3 abgelöst.

Doodles

Eine weitere Funktion, die wir zunächst nicht auf dem Schirm hatten, sind sogenannte Doodles. Über die App lassen sich kleine Nachrichten verschicken, die sofort auf dem Display des Triby erscheinen. Neben einem Nachrichtengeräusch weist ein gelbes Fähnchen auf der linken Seite des Lautsprechers auf eine neue Nachricht hin.

Über einen Knopf, der sich unter dem Fähnchen befindet, können sechs verschiedene Emojis als Antwort ausgewählt werden. Schiebt man das Fähnchen einfach wieder zurück ins Gehäuse, bekommt der Absender eine Lesebestätigung.

Invoxia Triby Doodles

Wir nutzen die Funktion, um uns kurze Nachrichten zu hinterlassen und haben Doodles auch schon für Erinnerungen missbraucht. Praktisch ist es allemal. Verknüpft über IFTTT lassen sich zudem weitere Anwendungsfälle realisieren: Beispielsweise eine Erinnerung an einen Regenschirm, wenn es an dem Tag regnen soll. Der Fantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Uns hat schon lange kein Produkt mehr so positiv überrascht wie der Smart Speaker Invoxia Triby. Das in dem kleinen Lautsprecher so viele Funktionen untergebracht sind, hätten wir anfangs nicht erwartet. Dabei hat man auch keinesfalls den Eindruck, dass das Unternehmen unbedacht einfach alle möglichen Funktionen hinzugefügt hat, nur damit der Lautsprecher auf dem Papier gut klingt.

Die angebotenen Funktionen liefen bei uns sehr zuverlässig und haben auch alle ihre Daseinsberechtigung. Die HomeKit Integration ist dabei nur ein kleiner Teil des riesigen Funktionsumfangs.

Solltet ihr noch auf der Suche nach einem Küchen- oder Badezimmerradio sein, können wir euch den Triby von Invoxia uneingeschränkt empfehlen. Auch als portabler Bluetooth Lautsprecher macht der Triby eine gute Figur.

11 KOMMENTARE

  1. Nein
    Und nicht mal AirPlay 1 funktioniert zufällig genauso wie alles andere auch
    Habe den jetzt mehrere Monate und auch schon den 2 weil der erste sich nicht mehr mit Homekit zusammen arbeiten wollte zudem stimmte die Luftfeuchtigkeit absolut nicht
    Wird auch viel hier im Forum drüber diskutiert

    • Danke für die Antwort, dann ist das Gerät. „Broken by Design“ und nichts für mich. Dann kann ich mir fast gleich ein HomePod bei dem Preis kaufen.

  2. Ich war Anfangs auch sehr begeistert von dem Gerät. So viele Funktionen in dem Gerät man kann es einfach für so vieles einsetzen!

    Doch leider auch bei mir hat es dann mit Homekit immer wieder Unterbrechungen gegeben so das der triby nicht erreichbar war. Und als Airplay Lautsprecher wurde er in den Momenten dann auch nicht mehr gefunden. So musste ich mich leider von ihm trennen. Ich werde ihn aber weiter beobachten und schlage vielleicht irgendwann nochmal zu wenn etwas Stabilität per Firmware Update reinkommt.

    Denn wenn er funktioniert, dann ist das ein absoluter Allrounder !

  3. Also die Idee einfach mal einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor einzubauen find ich tatsächlich ziemlich smart. Sowas in diversen Geräten (lautsprecher, schalter, rauchmelder), verteilt auf die ganze Wohnung, könnte ziemlich gute Messwerte zum steuern liefern

    • Mit unter dir Dusche sollte man es nicht nehmen, aber im Durchschnitts Badezimmer würde ich mal vermuten, dass es zu keinen Problemen kommen sollte.

  4. Bei mir lässt sich der triby gar nicht erst in der home app finden, auch wenn ich mir den HomeKit Code auf dem triby problemlos anzeigen lassen kann. Sowohl triby als auch die App haben die aktuelle Version installiert. Hat jemand eine Idee hierzu?

  5. Hallo, also ich hatte weder Schwierigkeiten es in HomeKit einzubinden noch Probleme bei Automatisieren.
    Es gibt ab und zu Abbrüche beim Empfang des Digital Radios aber das ist standortabhängig bzw. der Reichweite des WLAN`S geschuldet.

    Es wird in der EVE App auch sauber erkannt und ich habe es mit einem Timer gestartet sowie über HUE mit dem Bewegungsmelder und ab heute zusätzlich über das Einschalten der Beleuchtung noch gelöst. Geht alles ohne Aussetzer bis jetzt. Das Wunderwerk ist seit einer 1 1/2 Woche in Betrieb. Eine Tasten habe ich mit einer Telefonnummer belegt geht auch super sowie das Einschalten von zwei HomeKit Funktionen. Auch das mit den Nachrichten finde ich eine gute Idee da sich markant dargestellt sind mit dem Fähnchen!!!

    Kann das der anderen Kommentare echt nicht teilen aber ggf. habe ich auch ein neueres Gerät.

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