Auf der HomeKit Konferenz „HomeKit konkret“ hat das Familienunternehmen Eimsig gestern in Hannover seine HomeKit Alarmanlage vorgestellt. Auch Bestandskunden sollen von der neuen Integration profitieren.

Der Fenstersensor kam uns irgendwie bekannt vor. 2017 unter dem Namen Eve Window Guard vorgestellt, tauchte der Sensor Anfang des Jahres dann unter eigenem Namen auf der Webseite von Eimsig auf. Der Hersteller hat sich dazu entschieden, gleich zwei Versionen anbieten zu wollen. Einmal mit einem Bluetooth- und einmal mit EnOcean-Modul.

Eimsig Apple HomeKit Fenstersensor

Zumindest die letztere Variante, die der Hersteller bereits seit geraumer Zeit vertreibt, wurde nun von Apple zertifiziert. Im Gegensatz zur Bluetooth Version wird jedoch ein Gateway vorausgesetzt. Im Lieferumfang befindet sich das Gateway, eine Außenalarmanlage und ein Touch Display, auf dem die Alarmanlage (de)aktiviert werden kann und zudem der aktuelle Zustand sämtlicher Fenstersensoren angezeigt wird.

Der Fenstersensor wird einfach in den Fensterrahmen geschraubt und erkennt anschließend einen geschlossenen, geöffneten und gekippten Zustand. Zudem verspricht der Hersteller mit der Aufhebelerkennung eine Auslösung der Alarmanlage noch bevor der Einbrecher überhaupt erfolgreich war.

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Eine etwas teurere Variante erkennt zudem einen Glasbruch. Dabei kann eingestellt werden, wie sensibel die Sensoren reagieren sollen. Versucht ein Einbrecher die Scheibe einzuschlagen, kann der Nutzer festlegen, ob die Alarmanlage bereits beim ersten Schlag oder erst bei einem späteren Versuch auslösen soll. Damit soll verhindert werden, dass beispielsweise spielende Kinder oder auch Vögel versehentlich die Alarmanlage auslösen.

Die Sensoren werden über zwei handelsübliche CR2032 Batterien betrieben und sollen mit einem Satz Batterien gleich mehrere Jahre laufen. Die anderen Geräte verfügen zudem über einen Akku, der auch bei einem Stromausfall eine Funktion der Alarmanlage garantieren soll.

Eimsig HomeKit Alarmanlage Starterset

In einem persönlichen Gespräch erwähnte der Hersteller für ein Starter Set Preise ab 1.200€. Im herstellereigenen Shop konnten wir jedoch nur ein Paket mit fünf Fenstersensoren der zweiten Generation für 2.450€ finden. Pro Fenstersensor werden noch einmal knapp 120€ fällig, mit Glasbruchsensor sogar 150€. Für den hohen Preis erhält man jedoch einen ordentlichen Funktionsumfang und eine VdS-geprüfte Alarmanlage, die über HomeKit gesteuert und in Automationen eingebunden werden kann.

Wir hoffen, bald ein Exemplar in den Händen halten zu können und werden dann noch einmal von unseren Erfahrungen berichten. Solltet ihr auf die Bluetooth Variante warten, müsst ihr euch wahrscheinlich noch gedulden. Ein baldiger Marktstart ist nicht in Sicht.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch noch einmal auf einen Beitrag von 2017 verweisen, in dem wir den Selbstbau einer HomeKit Alarmanlage beschreiben.