Über den Verkaufsstart des neuen IKEA DIRIGERA Hubs haben wir bereits berichtet. Heute war es auch für uns so weit und wir konnten das neue Herzstück des Smarthome-Systems von IKEA im Möbelhaus in Köln in Empfang nehmen.

Einrichtung mit Hürden: Kein Umzug, kein WLAN

Zu Hause haben wir das Gerät gleich ausgepackt und eingerichtet. Eigentlich ein schneller Prozess. Zumindest, wenn man den alten Hub nicht im Einsatz hatte. Ein Umzug ist nämlich nicht vorgesehen. Hast du also viele Geräte im Einsatz, musst du diese alle neu zum Hub hinzufügen und dementsprechend auch die Szenen und Automationen in HomeKit neu einrichten. Wir empfehlen vorher ein Backup über Controller für HomeKit zu erstellen und das nach der Einrichtung aller Geräte wieder einzuspielen.

IKEA DIRIGERA Einrichtung

Zudem ist der IKEA DIRIGERA zwar mit WLAN ausgestattet, benötigt, zumindest momentan, noch ein Ethernet-Kabel. Auch nach der Einrichtung kann der Hub nicht mit einem WLAN verbunden werden.

Das Hinzufügen neuer Geräte wurde vereinfacht. Musste man etwa bei einer Fernbedienung oder dem Bewegungsmelder in Kombination mit dem alten Hub zunächst viermal auf den Kopplungsknopf drücken und anschließend noch einmal unmittelbar neben dem Hub den Knopf zehn Sekunden gedrückt halten, entfällt der letzte Schritt bei dem neuen Hub. Es muss lediglich der Kopplungsprozess über die App initiiert und anschließend viermal der Kopplungsknopf gedrückt werden.

IKEA TRADFRI Bewegungssensor Einrichtung

Doch auch bei Lampen ist die Einrichtung nun verständlicher geworden. Hier muss die Lampe sechsmal ein- und ausgeschaltet werden, wobei wir uns immer die Frage gestellt haben, ob die Lampe sechsmal ein- und dadurch fünfmal aus oder sechsmal aus und dadurch siebenmal eingeschaltet werden soll. Ein Video begleitet den Einrichtungsprozess nun und gibt die Häufigkeit sowie den Takt vor.

IKEA Lampen Einrichtung

Mehr Einstellungsoptionen für einzelne Geräte

Sind die Geräte eingerichtet, hat man bei einigen Geräten erstmals die Möglichkeit Einstellungen vorzunehmen. Hatte der Bewegungsmelder in Verbindung mit dem alten Hub gar keine Einstellungsmöglichkeiten in der App, kann mit dem IKEA DIRIGERA Hub die Dauer der Aktivität eingestellt werden. Wurde eine Bewegung erkannt, kann der Sensor wahlweise für 2, 3, 5 oder 10 Minuten aktiv bleiben. Hier hätten wir uns mehr Optionen gewünscht, sind aber dennoch froh, dass IKEA diese Möglichkeit überhaupt anbietet. Zudem kann eingestellt werden, zu welcher Uhrzeit der Bewegungsmelder generell aktiv sein soll.

IKEA Bewegungssensor Einstellungen

Ferner können über die App auch weiterhin Fernbedienungen und Bewegungsmelder mit Lampen gekoppelt werden. Der komfortable Weg über die App hat allerdings auch seinen Preis: Die Verbindung läuft nicht mehr direkt zwischen den Geräten, sondern über den Hub. Ist dieser nicht erreichbar, schaltet weder die Fernbedienung noch der Bewegungsmelder die verknüpften Lampen.

HomeKit ja, Matter fehlt (noch)

Genau wie der alte Hub unterstützt auch der IKEA DIRIGERA sowohl Apple HomeKit als auch Amazon Alexa und Google Home. Möchte man den Hub und die verbundenen Geräte mit Amazon Alexa oder Google Home verbinden, muss zwingend eine E-Mail-Adresse bei IKEA hinterlegt werden. Apple HomeKit kann hingegen auch ohne genutzt werden.

Ist der Hub zu Apple HomeKit hinzugefügt, erscheinen die gewohnten Geräte auch in Apples Smarthome-System. Lampen, Rollos, Luftreiniger, Steckdosen und Bewegungsmelder werden zu HomeKit durchgereicht. Bei den Schaltern erscheint lediglich der IKEA TRÅDFRI Shortcut Button in HomeKit.

IKEA DIRIGERA in Apple HomeKit

Viele von euch dürften vor allem aufgrund der Matter-Integration mit dem neuen Hub liebäugeln. Davon fehlt allerdings noch jede Spur. Zugegeben haben wir aktuell allerdings auch keine Möglichkeit, Matter-Geräte irgendwo hinzuzufügen. Zwar hat Apple mit iOS 16.1 die Unterstützung des neuen Smarthome-Standards groß angekündigt, bislang fehlt allerdings der Menüpunkt in den Systemeinstellungen, der in der Beta kurzzeitig zu sehen war.

Fazit

Auf den neuen IKEA DIRIGERA Hub haben wir sehnsüchtig gewartet. Doch noch hat das neue Herzstück von IKEA Home smart einige Schwächen. Trotz verbautem WLAN wird weiterhin ein Ethernet-Kabel für den Betrieb vorausgesetzt. Von Matter fehlt bislang jede Spur, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Bestandskunden mit großen Installationen dürfte zudem die fehlende Umzugsmöglichkeit vorhandener Geräte sauer aufstoßen.

Dafür wirkt sowohl der Hub als auch die neue App deutlich moderner. Die Einrichtung der Geräte ist zudem dank unterstützender Videos einfacher und durch weniger Schritte auch schneller geworden. Einige Geräte haben darüber hinaus endlich ein paar Einstellungsmöglichkeiten erhalten, darunter etwa der Bewegungsmelder, bei dem die Dauer der erkannten Aktivität und die Zeit der Sensoraktivität eingestellt werden kann.

Wie zuverlässig der neue Hub läuft, werden wir erst in den nächsten Wochen und Monaten sehen. Dann werden wir den Hub hoffentlich auch über Matter einbinden können. Auch wenn der Hub aktuell noch die ein oder andere Schwäche hat, hat IKEA hier einen Hub veröffentlicht, der für die Zukunft gut gewappnet zu sein scheint.

Du bekommst den IKEA DIRIGERA Hub im Onlineshop oder in den Filialen. Welche Geräte auch in HomeKit erscheinen, siehst du in HomeDevices.

Über Yannic

Gründete 2015 zeitgleich mit der Veröffentlichung der ersten HomeKit-Geräte „SmartApfel“, damals noch unter dem Namen „HomeKit.tips“.
Ist viel unterwegs und arbeitet gerne auch an den unterschiedlichsten Orten.

Kümmert sich nicht nur um den Inhalt, sondern auch um die technische Umsetzung.

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