Heute morgen war es endlich soweit: Der Postbote klingelte und brachte mir die neue Philips Hue Bridge. Seit der Ankündigung im letzten Jahr ist immerhin über ein ganzes Jahr vergangen. Das Zuhause über die Uhr zu steuern klingt nach Zukunftsmusik. Mit Philips Hue mit HomeKit Integration sind wir dieser nun einen Schritt näher gekommen.

Philips Hue im Schnelldurchlauf

Die iPhone gesteuerten Lampen von Philips sind schon seit 2012 auf dem Markt und Philips war damals der erste Hersteller, der app-gesteuerte Lampen massentauglich machte. Damals konnte man lediglich ein Starterpaket mit einer Bridge und drei Lampen mit E27 Fassung und einzelne Lampen exklusiv bei Apple erwerben. Trotz des recht hohen Preises von 199€ für das Starterpaket waren die ersten Pakete sehr schnell vergriffen und man musste Monate warten, um eins zu bekommen.

Philips Hue bietet die Möglichkeit Lampen zu sogenannten Szenen zusammenfassen und so mit nur einem Fingerdruck über die App Lichtstimmungen zu kreieren. Man kann sogar eigene Bilder verwenden, um so die Farben aufzugreifen. Leider verlieren die ursprünglichen Lampen die Farbeinstellung, wenn man diese hart über den Lichtschalter ausschaltet. Damit das nicht passiert, musste man auf die App zurückgreifen. Das wiederum ist ziemlich umständlich, nur um mal eben das Licht ein- bzw. auszuschalten. Um das zu erleichtern, brachte Philips den Hue Tap auf den Markt. Damit war es möglich bis zu vier Szenen über einen runden Lichtschalter zu schalten. Das faszinierende daran: Der Lichtschalter benötigt keine Batterien, da die Energie durch den Tastendruck erzeugt wird. Letzten Monat hat Philips dann schließlich einen Dimmer im Format einer Fernbedienung veröffentlicht. Damit kann man eine Szene oder eine Gruppe von Lampen ein- und ausschalten, sowie dimmen. Zusätzlich wird der Schalter durch Magnete in der Halterung gehalten. Dies ermöglicht auch ein herausnehmen und die Mitnahme des Lichtschalters innerhalb der eigenen vor Wände.

33% Preisnachlass für Bestandskunden

Seit dieser Woche ist dann endlich auch die neue Bridge mit HomeKit Integration erhältlich. Als Philips eine Unterstützung der bisherigen Hue Lampen verkündete, machte es zunächst den Eindruck, dass Philips einfach ein Softwareupdate veröffentlichen würde, um die Integration zu realisieren. Leider ist jedoch durch Apples strenge Sicherheitsvorgaben eine Veränderung der Hardware nötig. Dadurch muss eine neue Bridge für ca. 60€ angeschafft werden. Bestandskunden bekommen im Zeitraum vom 1. November bis Ende Dezember 33% Rabatt auf die neue Bridge in Philips Onlineshop.

Einfache Integration in das vorhandene System

Im Paket enthalten ist die neue Bridge, ein Netzteil, ein Netzwerkkabel und die Anleitung. Bei der Inbetriebnahme sollte man die alte Bridge noch eingeschaltet lassen, da dadurch die Daten übertragen werden können. Um die neue Bridge in das bestehende System zu integrieren, kann man einfach in die Einstellungen der App gehen. Philips Hue meldet sehr schnell, dass eine neue Bridge gefunden wurde. Ansonsten kann man auch über “Bridge suchen” manuell eine Suche anstoßen. Nachdem man die nötigen Schritte durchgeführt hat, um die Bridge einzubinden, wird man dazu aufgefordert die alte zurückzusetzen, damit es zu keinen Störungen kommen kann. Anschließend kann dann auch schon die Integration in HomeKit erfolgen. Um Szenen und einzelne Lampen über Siri steuern zu können, muss man in den Einstellungen festlegen, welche verwendet werden sollen. Es wird dann eine Kopie der Szenen erstellt, sodass nachträgliche Änderungen erst nach der erneuten Synchronisation mit HomeKit auch über Siri wirksam werden. Man sollte eindeutige Namen verwenden, bei denen es kaum Verwechslunggefahr gibt. Bei meiner Lampe “Nachttisch” verweigerte Siri zum Beispiel konsequent das ein- und ausschalten, da diese immer “Nachtisch” verstand und keine Verknüpfung zur Lampe herstellte. Szenen können dann über “Aktiviere Szene xy” und Lampen über “Schalte Lampe xy ein” gesteuert werden. Außerdem können die Lampen über “Dimme Lampe xy auf 30%” auch gedimmt werden. Man kann außerdem auch alle Lampen auf einmal ein- bzw. ausschalten. Leider ist jedoch noch keine Raumaufteilung innerhalb von HomeKit möglich. Da man allerdings verschiedene Szenen in der Philips Hue App anlegen kann, ist dieser negative Punkt verkraftbar. Am Ende macht es unheimlich viel Spaß alle Lampen über die Apple Watch steuern zu können und es ist ein großer Komfortzuwachs. Wie schnell Siri reagiert seht ihr in dem unten eingebetteten Video.

Philips Hue gen 1
Preis: Kostenlos

Über Yannic

Gründete 2015 zeitgleich mit der Veröffentlichung der ersten HomeKit-Geräte „SmartApfel“, damals noch unter dem Namen „HomeKit.tips“.
Ist viel unterwegs und arbeitet gerne auch an den unterschiedlichsten Orten.
Kümmert sich nicht nur um den Inhalt, sondern auch um die technische Umsetzung.

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