Update 29.10.2020 14:00 Uhr: Für uns ist es erfreulich zu sehen, dass der Hersteller auch aufgrund unseres direkten Feedbacks schnell reagiert hat. So ist uns erst vor einer Woche mitgeteilt worden, dass man die von uns angesprochenen Probleme kurzfristig mit einem Firmwareupdate des Smart LED Light Strip beheben will. Und tatsächlich gibt es inzwischen bereits über die meross App die Version 4.1.12, welche die Farbwahl über HomeKit verbessert. Vor allem lassen sich jetzt auch zuvor über die meross App gestartete Licht-Animation über die Home App stoppen oder in ein konstantes Licht umstellen.

Ursprünglicher Beitrag vom 16.10.2020 16:07 Uhr: Vor einigen Tagen haben wir bereits kurz über den neuen meross Light Strip informiert. Nun waren wir natürlich sehr gespannt, wie sich der Lichtstreifen gegenüber dem Wettbewerb schlägt.

Der Karton enthält zwei Rollen á fünf Meter des LED Streifen, ein 12V Netzteil, den Controller mit dem HomeKit Code sowie ein paar Halterungen und zwei Verbindungsklemmen.

Die LEDs auf dem meross Streifen haben jeweils einen Abstand von 2,5 cm. Auf einem Meter Streifen sind 30 LEDs verteilt. Alle drei LEDs kann gekürzt werden.

Vergleich: Oben, meross MSL320 Light Strip | Unten, Hue LightStrip+

Das enttäuschende gleich vorweg. Auch wenn die Verpackung es suggeriert, der meross Lichtstreifen kann nicht gleichzeitig unterschiedliche Farben je LED Darstellen. Also keinen Regenbogeneffekt, keine Farbverläufe oder Ähnliches.

Was meross großzügig als „Effekte“ beschreibt, lässt sich nach dem Firmwareupdate des Strips auf Version 4.1.10 in der meross App einstellen. Statisch, Blinken, Atmen. Diese Effekte lassen sich auch nur über die Hersteller-App und nicht in HomeKit steuern.

Schlimmer noch. Wurde über die meross App einmal ein Effekt aktiviert, ist dieser immer aktiv. Schaltet man über HomeKit den Strip an und hatte vorher über die Hersteller-App einen Effekt ausgewählt, wird dieser dauerhaft abgespielt. Weder lässt sich dann die Farbe über die Home App ändern, noch die Helligkeit. Immerhin lässt sich das Farbband über HomeKit wieder ausschalten. Nutzen lässt sich der LED Streifen über HomeKit allerdings erst wieder, wenn man in der meross App von „Effekt“ auf „Farbe“ zurückwechselt.

Das Hinzufügen des meross Strip zu HomeKit selbst funktionierte bei uns ohne größere Probleme. Scan des Hauscodes am Gerätecontroller und anschließender Verbindung zum heimischen WLAN. In der Apple Home oder Eve App bietet der Strip die gewöhnlichen Funktionen der einfachen Farbauswahl und Helligkeit.

Da liegt dann aber auch schon die nächste Enttäuschung. Der Leuchtstreifen ist nicht besonders hell. Lumen werden vom Hersteller zumindest auf der Verpackung und auch in der Anleitung erst gar nicht angegeben. Und von Farbtreue kann auch keine Rede sein. Rot ist mehr rosa, weiß mehr blau.

Vergleich: Links, meross MSL320 Light Strip | Rechts, Hue LightStrip+

So sucht der meross Light Strip wohl spezielle Nutzer, mit speziellen Bedürfnissen. Wer eine ordentliche Länge an LED Streifen benötigt und direkt in HomeKit steuern will, ist womöglich gut bedient. Kommt es einem aber auf die Helligkeit der LEDs und auf eine hohe Farbtreue an, der ist in diesem Fall bei dem meross Light Strip an der falschen Adresse.

Über Daniel

Unterhält sich mehr mit Siri, als mit anderen Mitbewohnern. Bedenklich? Keineswegs!
Vom ersten Tag, seit der Einführung 2015, Apple HomeKit im Einsatz und zusätzlich bekennender Homebridge Fan. „Mein smartes Zuhause soll viele Aktionen von selbst erledigen und reagieren, sodass sich die Dinge ganz natürlich und unauffällig einfügen, ohne sich weiter Gedanken darum machen zu müssen.“
Moderator seit 2017 unserer enthusiastischen HomeKit.Community und passionierter Verfasser von Berichten bei SmartApfel.de.