Auf das Auto-Unlock unseres HomeKit-Türschlosses von tedee möchten wir nicht mehr verzichten. Das Türschloss entsperrt sich automatisch, sobald wir Zuhause ankommen und vor unserer Tür stehen. Obwohl diese Funktion zuverlässig funktioniert, gibt es dennoch die ein oder andere Situation, in der wir bislang das Schloss über Siri, unsere Apple Watch oder das iPhone entsperren mussten. Deshalb haben wir uns nun das passende Keypad zum Schloss geholt und uns einmal genauer angesehen, welche Funktionen das Zusatzgerät bietet.

Das tedee-Türschloss hat schon vor langer Zeit unser Nuki abgelöst. Das runde Design gefällt uns einfach deutlich besser und die Lautstärke ist geringer (zumindest im Vergleich zum Nuki 2.0). Es gab nur eine Funktion, die uns im Vergleich zum Nuki gefehlt hat: ein Tastenfeld.

Denn so sehr wir die Auto-Unlock-Funktion lieben, so sehr nervt es, wenn wir den nötigen Radius um das Haus nicht verlassen haben und das automatische Entsperren nicht greift. Sei es, weil wir nur schnell etwas im Auto geholt, den Müll rausgebracht oder etwas Zuhause vergessen haben.

Deutlich größer als die Konkurrenz

Nach dem Auspacken fällt einem sofort ein großer Unterschied zum Nuki Keypad auf, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Gehäuse ist deutlich größer als bei der Konkurrenz. Ein Blick in das Innere verrät: Das hätte nicht sein müssen. Zwar verwendet das tedee Keypad drei AAA-Batterien, dennoch scheint in dem Gehäuse deutlich zu viel Luft zu sein.

tedee Keypad vs. Nuki Keypad

Während Nuki auf eine Taste mit der Null verzichtet, hat das tedee Keypad neben der Null zusätzlich eine Klingeltaste sowie eine Taste zum Sperren bzw. Entsperren. Damit ist man nicht zwangsläufig auf einen sechsstelligen Code angewiesen, sondern kann frei zwischen fünf und acht Ziffern wählen. Daraus ergeben sich deutlich mehr Kombinationen, was wiederum eine höhere Sicherheit bedeutet.

Ferner haben die Tasten im Gegensatz zum Nuki Keypad einen ordentlichen Druckpunkt, was die Eingabe der Tastenkombination vereinfacht.

Bis zu 100 Codes möglich

Bis zu 100 unterschiedliche Codes sollen sich hinterlegen lassen. Dabei kann für jeden Code festgelegt werden, ob dieser dauerhaft, nur temporär, an bestimmten Wochentagen und/oder zu bestimmten Uhrzeiten gültig ist. Damit können nicht nur Familienangehörige ganz ohne Smartphone das Haus schlüssellos betreten, sondern etwa auch die Haushaltshilfe mittwochs zwischen 16:00 und 18:00 Uhr hereingelassen oder die Ferienwohnung in einem definierten Zeitraum über den Code geöffnet werden.

Auf dem Schloss selber werden übrigens keine PINs gespeichert. Das Tastenfeld sendet lediglich die Eingabe an das Türschloss, das dann wiederum entscheidet, ob diese PIN das Schloss entsperren darf.

Bridge ist nicht erforderlich, aber hilfreich

Die Kommunikation mit dem Schloss erfolgt direkt über Bluetooth 5. Angesichts dessen wird für den Betrieb auch nicht die Bridge von tedee vorausgesetzt. Dennoch kann die Bridge durchaus sinnvoll sein.

Die Klingeltaste sendet in dem Fall nämlich eine Benachrichtigung über die tedee-App an verbundene Smartphones. An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass die Klingeltaste neben den anderen Tasten untergeht. Ob Besucher diese Taste tatsächlich als Klingel identifizieren, sei dahingestellt.

tedee Keypad Einstellungen

Zudem können bei installierter Bridge die Zugangscodes für das Tastenfeld auch aus der Ferne verwaltet werden.

NFC-Schnittstelle, beleuchtete Tasten und mehr

Neben dem Tastenfeld soll sich das Schloss künftig zudem über NFC-Tags entsperren lassen. Das nötige Lesegerät ist bereits verbaut. Noch ist diese Funktion allerdings nicht aktiviert. Eine neue Firmware und ein App-Update wären hierfür nötig.

Besonders schön finden wir zudem die Hintergrundbeleuchtung. Damit lässt sich auch im Dunkeln die richtige Zahlenkombination eintippen. Die Helligkeit kann, genau wie die Lautstärke der Tastentöne, in den Einstellungen festgelegt werden.

tedee Keypad: Helligkeit und Lautstärke einstellen

Fazit

Wie bei Tastenfeldern üblich, erscheint auch das tedee Keypad nicht in Apple Home. Es handelt sich demnach um eine reine Ergänzung für das Türschloss. Das Design wirkt im Gegensatz zum tedee-Türschloss nicht besonders hochwertig und viel zu klobig. Der Hersteller soll bereits an einem deutlich kompakteren Nachfolger arbeiten, der im kommenden Jahr veröffentlicht werden soll.

Dennoch sind wir insgesamt sehr zufrieden mit dem Gerät. In unserem Test hat das Keypad stets zuverlässig und ohne Verzögerung das Schloss entsperrt. Zudem hat uns der große Funktionsumfang überrascht. Das Schloss ist über die zusätzliche Taste schnell abgeschlossen, die Hintergrundbeleuchtung sorgt auch bei Dunkelheit für Treffsicherheit und das NFC-Lesegerät dürfte in Zukunft den Funktionsumfang noch einmal erweitern.

Besonders für Familien mit Kindern ohne Smartphone, einer Haushaltshilfe oder in einer Ferienwohnung ist das zusätzliche Tastenfeld unschlagbar. Obwohl wir keine dieser Kriterien erfüllen, freuen wir uns dennoch jedes Mal über das tedee Keypad, wenn die Auto-Unlock-Funktion nicht greift und unser iPhone in der Tasche bleiben kann. Das tedee Keypad ist unter anderem bei Amazon erhältlich.

Über Yannic

Gründete 2015 zeitgleich mit der Veröffentlichung der ersten HomeKit-Geräte „SmartApfel“, damals noch unter dem Namen „HomeKit.tips“.
Ist viel unterwegs und arbeitet gerne auch an den unterschiedlichsten Orten.

Kümmert sich nicht nur um den Inhalt, sondern auch um die technische Umsetzung.

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