Anmerkung: Dies ist ein Gastbeitrag von unserem Leser Christian, der die KNX HomeKit Bridge Pairot von xxter im Einsatz hat. KNX ist ein Standard zur Gebäudeautomation, der bereits 1999 von neun europäischen Unternehmen geschaffen wurde. Mit Pairot ist es nun möglich, die KNX Geräte auch in HomeKit einzubinden.

Ich habe die Möglichkeit bekommen, die erste von Apple zertifizierte HomeKit KNX Bridge zu testen. Hierfür möchte ich mich auch nochmal bei SmartApfel und dem Hersteller bedanken, die das überhaupt möglich gemacht haben.

Der Einbau und die Inbetriebnahme ist denkbar einfach. Das Gateway ist für die Hutschienen Montage gedacht und wird dort einfach nur aufgesetzt und eingerastet.

Dann fehlt noch die Spannungsversorgung, die entweder über ein mitgeliefertes Netzteil mit Eurostecker erfolgen kann oder über ein separates Netzteil mit 5-36VDC. Anschließend muss nur noch der KNX Bus angesteckt werden und über ein LAN Kabel die Verbindung zum heimischen Netzwerk hergestellt werden. Dann kann es auch schon losgehen.

Da die Einrichtung über die xxter Cloud funktioniert, muss man sich hier zunächst einmal registrieren und anmelden. Danach muss man einen Nutzer anlegen, bei dem das Pairot Gerät hinterlegt wird, indem man die Seriennummer eingibt.

Bei dem nächsten Schritt muss man viel Vertrauen aufbringen, da man über die KNX Software ETS seine komplette KNX Installation exportieren muss. Die erstellte Datei (*.knxproj) muss man anschließend bei xxter hochladen.

Eine Alternative dazu wäre nur die benötigten Gruppen-Adressen per Hand einzutragen. Dies kann aber bei bis zu 100 Geräten pro Gateway schon sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und ist deshalb nicht empfehlenswert.

Egal wie man vorgegangen ist, man kann im nächsten Schritt endlich seine Geräte hinzufügen. Aktuell werden folgende Komponenten unterstützt:

xxter Pairot KNX HomeKit Bridge

Sind die gewünschten Geräte hinzugefügt, kann alles gespeichert werden und auf den Pairot übertragen werden. War dies erfolgreich, geht es am iOS Gerät weiter. Hier findet die Einrichtung wie bei allen andere HomeKit Geräten statt. In der Home App geht man auf „Gerät hinzufügen“, scannt den Code vom Deckel der Schachtel oder dem Pairot selber, ordnet die Geräte den entsprechenden Räumen zu und vergibt anständige Namen.

Jetzt ist alles fertig und der Spaß kann beginnen! Die Geräte verhalten sich anschließend genau wie alle anderen HomeKit Geräte desselben Gerätetyps.

Fazit

Im Alltag zeigt sich, dass Siri sehr schnell reagiert. Egal ob von unterwegs aus oder daheim auf dem Sofa. Dank der vielen neuen Automatisierungsmöglichkeiten wird das Leben wieder ein kleines bisschen bequemer.

Am Ende stellt sich nur noch die Frage, ob der Preis gerechtfertigt ist. Wobei eine KNX Installation an sich schon sehr teuer ist und das Modul dann nicht mehr viel ins Gewicht fallen dürfte.

9 KOMMENTARE

  1. Super „Anleitung“. Ich habe thinka im einsatz. Ist ja neuerdings auch zertifiziert und benötigt nur Netzwrk und keine direkte Knix Schnittstelle. Eine Frage zu ETS:
    Benötige ich zwingend eine Lizenz um das Projekt zu exportieren oder gibt es dafür andere Möglichkeiten an diese Datei zu kommen? Dann könnte ich endlich alle Aktoren einbinden, so sind nur die nötigsten aktuell drin da manuell hinzugefügt.

    • Thinka braucht aber auch eine Verbindung zum KNX-Bus entweder über eine zusätzliche IP-Schnittstelle (kostet extra). Oder man nutzt doch den direkt Anschluss ans Grüne Kabel.
      Sind bei Beiden Geräte übrigens die selben Möglichkeiten.
      Wie Abrietest du den Aktuelle mit der ETS ? es gibt unterschiedlich Lizenz stufen der ETS
      ETS5 Demo kostenlos Maximal 5 KNX Geräte pro Projekt
      ETS5 Lite € 200,- Maximal 20 KNX Geräte pro Projekt
      ETS5 Professional € 1000,- Voller Funktionsumfang
      und Jeder der Versionen Kannst du dein Projekt exportieren.
      Bei weitern Fragen kannst dich gerne melden.

  2. Ich bin bald auch soweit, dass ich mein KNX schlau machen werden. Jetzt habe ich die Qual der Wahl: Thinka oder Pairot? Gib es irgendwo ein Vergleich der beiden Lösungen?

  3. Ich selbst nutze selbst den Thinka, laut dieser Kurzanleitung unterscheiden sich die beiden Geräte ja funktionstechnisch nur marginal. Konfiguration/Frontend vom Thinka hat mich einfach mehr angesprochen, alles sehr professionell und einfach (würde sagen „apple like“). KNX Geräte sind sauber in Homekit intergriert, vor allem ist die Bedienung richtig schnell. Hab mir den Spaß gemacht und noch ein 1-wire Koppler samt Temperatursenoren an den KNX-Bus gepackt, die konnte ich so ebenfalls in HomeKit intergieren. Wenn man einige Apple Geräte nutzt, ist die geräteübergreifende Home App zusammen mit Siri die mit abstand ausgereifteste und schnellste steuerung/visualisierung die ich bisher FÜR KNX gesehen habe (und ich habe mir viel angesehn, vieles davon unglaublich teuer, auf Win95 Bastlerniveau und mit updatezyklen jenseits von gut und Böse). HomeKit + KNX ist ne super sache, zusätlich kann man das Ganze noch mit nativen HomeKit Geräten anreichern, welche ja immer nützlicher werden (Bewässerung, Kameras, Sprechanlagen…). Das man ein seperates IP-Gateway benötigt stimmt, aber den hatte ich schon vorher für die Bus Programmierung, wird wohl bei vielen so sein… sehe ich nicht als Nachteil.

  4. schlumbbl…muss ich bei thinka auch die ETS Daten in eine Cloud der Firma
    hochladen. Mir ist ganz klar warum die meine Daten brauchen.

    • Bin zwar nicht schlumbbl aber ein muss ist es bei beiden nicht. Ist nur zwecks Einrichtung einfacher, kannst aber natürlich auch deine Gruppenadressen einzeln per Hand eintragen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here