Apple hat auf der traditionellen Eröffnungsveranstaltung der Worldwide Developers Conference wieder die großen neuen Betriebssysteme vorgestellt. Auch über HomeKit wurde gesprochen.

Unlimitierte HomeKit Secure Video Kameras

Bei HomeKit Secure Video Kameras werden Aufnahmen von Überwachungskameras noch in den eigenen vier Wänden über den Home Hub verschlüsselt und anschließend in der iCloud gespeichert. Auch die Gesichtserkennung ist eine Funktion exklusiv für HomeKit Secure Video Kameras.

HomeKit Secure Video Unlimited

Bislang konnten maximal fünf Kameras mit HomeKit Secure Video genutzt werden. Doch gerade bei größeren Häusern und Grundstücken stößt man dabei schnell an Grenzen. Deshalb wird Apple dieses Limit künftig aufheben und es können beliebig viele HomeKit Secure Video Kameras genutzt werden.

Allerdings ist weiterhin ein entsprechender iCloud-Speicherplan erforderlich, auch wenn die Aufnahmen dem Speicherplatz nicht angerechnet werden. Für eine HomeKit Secure Video Kamera wird ein Plan mit 50GB benötigt, fünf Kameras setzen 200GB voraus und eine unlimitierte Anzahl den 2TB Speicherplan.

Paketerkennung und weitere HomeKit-Kamera Verbesserungen

Nicht nur die Anzahl der möglichen HomeKit Secure Video Kameras hat Apple angehoben. Auch der Funktionsumfang wurde weiter verbessert. So sollen Kameras ab Herbst eine Paketerkennung erhalten. Damit können abgestellte Pakete automatisch erkannt werden.

Paketerkennung und weitere HomeKit-Kamera Verbesserungen

Auch auf dem Apple TV wird die Integration von Kameras weiter verbessert. Neben der Anzeige der Streams können andere HomeKit-Geräte in der Nähe direkt gesteuert werden, wie z.B. das Licht in der Einfahrt.

Home keys in der Wallet

Mit iOS 15 wird Apple “Home keys” in der Wallet einführen, wie man es bislang schon von Autoschlüsseln kennt. Damit sollen sich Türschlösser per Annäherung öffnen lassen. Unter den Herstellern finden sich auch Aqara, Schlage und Assa Abloy.

HomeKit Home keys

Siri auch auf Geräten von Drittanbietern

Eine große Neuerung ist die Nutzung von Siri auf Geräten von Drittanbietern. Dabei wird die Anfrage allerdings an einen HomePod weitergeleitet und dort verarbeitet. Das bedeutet, dass keine Anfragen über Server von Dritten geschickt werden, allerdings wird halt eben auch ein HomePod benötigt.

Bessere Apple TV Integration

Über Siri auf dem HomePod können ab Herbst auch Filme und Serien auf dem Apple TV gestartet werden. Zudem sollen sich HomePod Minis auch als Lautsprecher für das Apple TV 4K nutzen lassen.

Bessere Apple TV Integration

Darüber hinaus dürfen sich unsere Leser aus Österreich freuen: Der HomePod Mini soll auch bald bei euch erhältlich sein.

Mehrbenutzermodus auf dem HomePod

Der HomePod und HomePod Mini erhalten in diesem Jahr auch hierzulande den lang ersehnten Mehrbenutzermodus. Dabei kann der HomePod Familienmitglieder an der Stimme erkennen und so beispielsweise Musik auf den persönlichen Geschmack des Nutzers abgestimmt abspielen, auf die eigenen Playlisten zugreifen oder auch persönliche Anfragen stellen.

Mehrbenutzermodus auf dem HomePod

iOS 15 unterstützt Matter

Mit Matter haben große Unternehmen eine gemeinsame Basis für Smart Home Geräte geschaffen. Auch iOS 15 wird Matter unterstützen. Die Informationen sind bislang noch sehr mager. Allerdings war in der Keynote die Rede von der Unterstützung von HomeKit- und Matter-Geräten in Apples Home-App. Von daher bleibt es spannend, ob künftig deutlich mehr Geräte über HomeKit genutzt werden können.

iOS 15 unterstützt Matter

Home-App auf der Apple Watch

watchOS 8 soll Apples Home-App auf dem Handgelenk deutlich verbessern. Bislang war diese nur sehr rudimentär und man ist lieber auf Siri oder Drittanbieter-Apps ausgewichen.

Home-App auf der Apple Watch

HomeKit-Geräte zu bestimmten Uhrzeiten steuern

Mit iOS 15 wird es erstmals auch möglich sein HomeKit-Geräte über Siri zu einem späteren Zeitpunkt zu steuern. So könnt ihr abends beispielsweise sagen “Hey Siri, schalte das Licht im Schlafzimmer um 23 Uhr aus” oder auch “Hey Siri, schalte alle Lampen aus, sobald ich das Haus verlasse”.

HomeKit-Automationen lassen sich umbenennen

Bislang konnten in Apples Home-App keine eigenen Namen für Automationen vergeben werden. Stattdessen musste man mit der automatischen Bezeichnung von vorlieb nehmen, die aus dem Auslöser bestand. Das soll sich nun mit iOS 15 ändern. Neue und auch bestehende Automationen können dann zur besseren Verwaltung umbenannt werden.

HomeKit-Automationen umbenennen

Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert.

Über Yannic

Gründete 2015 zeitgleich mit der Veröffentlichung der ersten HomeKit-Geräte „SmartApfel“, damals noch unter dem Namen „HomeKit.tips“.
Ist viel unterwegs und arbeitet gerne auch an den unterschiedlichsten Orten.
Kümmert sich nicht nur um den Inhalt, sondern auch um die technische Umsetzung.