Tellerrand

ECOVACS DEEBOT X1 OMNI: Ansprechend, leise und Homebridge-kompatibel

All-in-One-Saug- und Wischroboter

Wir sind kein Staubsaugerblog. Zumindest so lange nicht, bis wir auch Reinigungsroboter durch Apple in HomeKit integriert sehen. Allerdings schauen wir auch gerne über den besagten Tellerrand, wenn es etwas Spezielles im Smarthome-Bereich gibt. Und ein wenig HomeKit ist beim brandneuen Flaggschiff von ECOVACS, dem DEEBOT X1 OMNI, dank Homebridge-Plugin auch mit dabei.

Monumental

Aber der Reihe nach. Der DEEBOT X1 als OMNI Variante, ist das größte Modell dieser X-Familie. Groß deshalb, da hier die ultimative Alleskönner-Station enthalten ist. Groß, nicht nur durch die Abmessung von 45,0 × 57,5 × 42,0 cm. Diese wäscht und föhnt die beiden Wischteller des Roboters automatisch, füllt selbstständig sauberes Wasser nach und entleert auch noch den Staubbehälter für Dich.

Und das funktioniert nach unserer bisherigen Erfahrung einwandfrei. In der monumentalen Station sind jeweils ein 4 Liter Frisch- und Schmutzwassertank, ein kleines Aufbewahrungsfach für „Werkzeuge“, sowie eine Schublade mit dem Einweg-Staubbeutel enthalten. Hier funktioniert alles vollautomatisch. Lediglich um das Wasser muss man sich gelegentlich kümmern. Das ist aber dank der einfach herausnehmbaren Tanks eine saubere Sache und muss entsprechend auch nur selten beachtet werden. Der 3 Liter Staubbeutel hält bis zu 60 Tage. Natürlich wird das abhängig davon sein, wie oft der DEEBOT X1 bei Dir seine Runden dreht und wie groß Deine Wohnfläche ist. Bei unseren Tests mit ca. 73 qm und täglicher Rundfahrt des X1, haben wir das Wasserprozedere in unsere Wochenendroutine eingebaut. Die ECOVACS HOME App weißt natürlich auch auf alle erforderlichen Maßnahmen hin, die Du gelegentlich selbst durchführen musst.

Multifunktional

Der Hauptdarsteller ist aber selbstverständlich der X1 Roboter. In dem wirklich schicken Jacob Jensen Designgehäuse 36,2 × 36,2 × 10,35 cm mit einem Gewicht von 4,4 kg ist wohl die Crème de la Crème von allen möglichen, modernsten Sensoren verbaut. Wir werfen Dir mal die Marketingbegriffe des Herstellers entgegen, wie „rotierendes OZMO™-Wischsystem Turbo 2.0, 5000 Pa Saugkraft, AIVI™ 3D KI-Objekterkennung, TrueDetect 3D 2.0 Hinderniserkennung durch Kreuzlaser in der Front, TrueMapping 2.0 Kartennavigation, selektive Raumeinteilung, Kamera zur Heimüberwachung, 5200 mAh Akku, 260 Min. Reinigungsdauer, YIKO Sprachassistent.“

Wie zuvor erwähnt, wir sind kein Staubsaugerblog. Dafür gibt es wirklich passionierte Experten auf einschlägigen Kanälen. Wir haben den autonomen Helfer nicht durch einen Hindernisparcours gejagt, haben kein Katzenstreu abgewogen und wild verteilt, auch keinen Kaffee und Ketchup auf dem Boden eintrocknen lassen. Selbst den obligatorischen Plastik-Hundehaufen haben wir uns erspart.

Wir haben den DEEBOT X1 OMNI mit der Station in eine Ecke gestellt, aufgeladen und die ECOVACS App installiert. Anschließend ohne irgendwelche Herausforderungen den Roboter entsprechend der In-App Anleitung mit dem WLAN verbunden und den Erstbetrieb aufgenommen. Die Erstellung einer Karte der Wohnung, zu der der Roboter zur Orientierung aufforderte, hat er dann bei unseren besagten 73 qm in 5 Minuten ohne Zwischenfälle zielstrebig erledigt. Fertig! Wir folgen unserem Alltag in den Räumlichkeiten. Hinterlassen Krümel, Haare, Fussel, Kaffeepulver vor der Kaffeemaschine und mal etwas Sand und Dreck im Flur. Nicht mit Absicht. Einfach so.

Die tägliche Routine, unsere Hinterlassenschaften des Lebens alle wieder verschwinden zu lassen, übernimmt der DEEBOT X1 OMNI mit seiner Station. Sind wir mal anwesend, wenn er seine Runde dreht, ist er mit den Standardeinstellungen, um die man sich nicht kümmern muss, super leise unterwegs. 62, 64, 66, 70 dB, mit aufsteigender Saugstufe laut Hersteller. Wir haben wohl eine gute Kindheit genossen oder sind einfach allesamt pedantisch. Socken und Kleidungsstücke landen bei uns in der Wäschetruhe und nicht auf dem Boden. Schuhe stehen immer an ihrem festen Platz. Die paar Stromkabel liegen ordentlich in einem Kabelkanal. Von Schwingstühlen sind wir kein Fan und besitzen deshalb keine. Keine Probleme gab es bei der Erkennung und souveränen Umfahrung unserer Stehlampen, Ventilatoren und dem sehr hochflorigen Hochflorteppich. Mit Wischpads am Bauch interessiert sich der X1 automatisch nicht für Teppiche.

Alle 15 Minuten fährt der Roboter in seine Station, sagt uns Bescheid, dass er mal die Wischpads durchwaschen lässt und ist nach wenigen Minuten wieder dort, wo er kurz unterbrochen hat. Ist er fertig, findet er zielstrebig auch wieder seine Station und bekommt das abschließende Wellnessprogramm in seinem Zuhause. Absaugen, waschen, trocken föhnen.

Siris Kollegin

Selbstverständlich lassen sich über die ECOVACS App auch unzählige, individuelle Einstellungen vornehmen, Aktionen manuell starten oder den DEEBOT X1 live auf der Karte verfolgen. Wir haben für uns festgestellt, dass einmal im Standard eingerichtet und alles automatisch geschehen lassen, die angenehmste Erfahrung ist.

Mit enthalten im DEEBOT X1 ist übrigens auch YIKO. Die etwas blecherne Sprachassistentin. Sie empfängt eine Vielzahl an Befehlen, die Dein Roboter dann ausführt. Das funktioniert „moderat“. Die Reichweite in einem ruhigen Umfeld ist gut. So ist von einem beliebigen Ort zugerufen: „OK YIKO. Fahr zur Ladestation“, oder „Mach das Bad sauber“ und der Roboter verrichtet seine Dienste. Tatsächlich kann das zwischendurch ganz praktisch sein, hat man sich an noch eine weitere Mitbewohnerin gewöhnt. Eine Konkurrenz für Siri ist YIKO aber definitiv nicht. Dieser Anspruch ist wohl auch sicherlich nicht vorhanden.

Über regelmäßige Updates der App und der Gerätefirmware, werden eventuelle Kinderkrankheiten bei so einem ganz aktuellen Gerät sicher auch in kürzester Zeit durch den Hersteller noch korrigiert oder Verbesserungen herbeigeführt. Wir selbst haben nur bei der manuellen Verfeinerung der Karte und Raumaufteilung mal kurz gestockt. Und noch während wir hier am Schreiben waren, gab es schon ein App-Update, was zufällig genau diesen Fehler behoben hat. Auch wenn die Release Notes des Herstellers gewissermaßen nicht vorhanden sind, so gibt es bisher alle paar Wochen zumindest ein App-Update. Die Entwicklung steht also nicht still.

HomeKit soweit es eben möglich ist

Und von „Entwicklung“ gesprochen. Einen fleißigen Homebridge Plugin-Entwickler haben wir auch schon entdeckt. Mit homebridge-deebot ist auch der brandneue DEEBOT X1 schnell in HomeKit eingebunden. Über die Eve App stehen zur manuellen Steuerung dann einige Optionen zur Verfügung. Und selbstverständlich lässt sich damit auch der Roboter in Szenen und Automationen Deines HomeKit-Zuhauses einbinden. Siri versteht jetzt ebenfalls wenn wir sagen „Mach das Badezimmer sauber“ und in eine „Wir haben das Zuhause verlassen Automation“ ist der X1 nun auch integriert. Siri Kurzbefehle sind durch die ECOVACS App übrigens direkt mit enthalten.

Der Begriff Staubsaugroboter ist jetzt offiziell veraltet, würde ich sagen. Weil sich diese Geräte, die als einfache Staubsauger begannen, zu Mehrzweck-Reinigungszentren entwickelt haben, die sich jetzt mit einem Staubsauger selbst reinigen können, dem Schmutzwasser selbst entledigen und ihren eigenen Mülleimer entleeren. Dazu noch voll mit Sensoren und der Unterstützung von künstlicher Intelligenz agieren.

Wir finden genau diese Funktionen, den Roboter sich komplett selbst zu überlassen, machen den Komfort aus. Jeden Tag die Wohnung frisch gewischt zu bekommen und selbst nur mal am Wochenende die Tanks der Station zu wechseln, hat schon einen gewissen Charme.

Der ECOVACS DEEBOT X1 OMNI ist auf alle Fälle ein de luxe Gerät, aber auch ein Luxusgegenstand. Der Hersteller setzt den aktuellen Preis bei 1499,- € UVP an. Wenn Du Dir das Multitalent vor Ort anschauen möchtest, sollte ein MediaMarkt Deines Vertrauens eine gute Anlaufstelle sein. Und wenn Du Dich auch schon für das Video-Handbuch interessierst, schau am besten auf dem ECOVACS YouTube-Kanal vorbei.

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